Katzenhaarlinge: Parasiten im Fell erkennen, bekämpfen und entfernen

Kratzt sich Deine Katze in letzter Zeit auffällig oft? Hat sie plötzlich ein struppiges Fell oder sogar kahle Stellen? Dann ist Dein schnurrender Liebling wahrscheinlich von Haarlingen befallen. Jetzt heißt es handeln, damit sich die kleinen Parasiten nicht ausbreiten und Deine Katze vielleicht ernsthaft krank wird.

Was sind Katzenhaarlinge?

Katzenhaarlinge sind besonders lästige, flügellose, sechsbeinige Insekten, die sich im Fell von Katzen einnisten. Sie sind verwandt mit Läusen und genauso klein und beweglich. Haarlinge sind nur etwa einen bis eineinhalb Millimeter groß, einen halben Millimeter breit und hellgelb.

Haben es sich die Parasiten einmal auf Deiner Katze gemütlich gemacht, legen sie dort Eier ab und breiten sich schnell aus. Die Weibchen legen alle zwei bis drei Tage ein Ei in das Fell.

Die jungen Katzenhaarlinge schlüpfen dann nach circa fünf Tagen, häuten sich und sind dann auch gleich geschlechtsreif. Und dann beginnt der Kreislauf von vorne. Ein Katzenfell ist dafür die ideale Umgebung – und es schmeckt den Haarlingen auch ziemlich gut. Denn im Gegensatz zu Läusen ernähren sich Katzenhaarlinge nicht von Blut, sondern von Hautschuppen, Drüsensekreten und Haaren.

Katzenhaarlinge, woher kommen die Parasiten?

Deine Katze hat sich ziemlich sicher bei einem befallenen Tier angesteckt. Das geht recht schnell, zum Beispiel wenn Dein Stubentiger beim Freigang im Garten eine andere Katze mit Haarlingen getroffen hat. Die Parasiten klammern sich beim direkten Kontakt auf das Fell – und schon haben sie eine neue Heimat.

Das passiert vor allem, wenn Dein Liebling auf ungepflegte und verwahrloste Tiere trifft. Diese sind sehr häufig von Katzenhaarlingen befallen.

Die Insekten können einem dicken, verknoteten Fell nicht widerstehen. Leider sind auch gepflegte Tiere nicht vor den Parasiten sicher: Sie stecken sich vor allem im Winter an, wenn die Abwehrkräfte viel zu tun haben. Im Sommer ist die Ansteckungsgefahr gering.

Die winzigen Parasiten werden allerdings nicht zwingend durch direkten Kontakt mit einer infizierten Katze übertragen. Sie überleben auch einige Tage außerhalb des Fells. Wenn Decken, Bürsten oder Schlafkörbchen von einer infizierten Katze benutzt wurden, kann Deine Katze sich auch auf diesem Weg anstecken.

Wie erkennst Du, dass Deine Katze befallen ist?

Katzenhaarlinge krabbeln im Fell von Haar zu Haar, was einen starken Juckreiz bei Deinem Stubentiger verursachen kann. Wenn sich Deine Katze also sehr oft kratzt, vor allem an Kopf, Hals und Rücken, dann ist das ein erstes Alarmsignal. Schuppen, Haarausfall, struppiges Fell und Teilnahmslosigkeit kommen noch dazu.

Die Symptome können sogar so weit gehen, dass sich Deine Katze aufkratzt, kahle Stellen und Wunden entstehen. Auf diese Krusten haben die Parasiten besonderen Appetit. Zeit, das Fell eingehend zu untersuchen!

Nimm Dir einen Kamm und sieh Dir das Fell Deines Lieblings genau an. Die circa einen Millimeter großen Tiere sind mit freiem Auge erkennbar. Wenn Du also kleine gelbe Insekten im Fell siehst, dann handelt es sich um Katzenhaarlinge. Wenn Du Dir nicht sicher bist, sieh Dir die Parasiten unter der Lupe an. Als nächstes solltest Du zum Tierarzt gehen.

Er nimmt mit einem Klebeband eine Probe vom Fell Deiner Katze und sieht sie sich unter dem Mikroskop an. Am besten nimmst Du auch eine Kotprobe zum Tierarzt mit. Beim Putzen verschluckt die Katze sicher den einen oder anderen Haarling. Diese Tierchen überleben sogar die Verdauung und können in den Ausscheidungen der Katze nachgewiesen werden.

Wie wird Deine Katze behandelt?

Wenn Deine Katze mit Haarlingen befallen ist, dann solltest Du sie unbedingt behandeln lassen. Die Parasiten übertragen Krankheiten, verbreiten Bandwürmer und schwächen die Abwehrkräfte der Samtpfote.

Hat der Tierarzt die Infektion mit Katzenhaarlingen bestätigt, kann die Behandlung losgehen. Als erstes müssen die Parasiten im Fell abgetötet und entfernt werden. Dafür gibt es wirksame Spot-On-Präparate. Diese Medikamente träufelst Du in den Nacken der Katze.

Dort kann sie das Mittel nicht wieder abschlecken. Vom Nacken ausgehend verbreitet sich das Präparat über den ganzen Körper und geht den Haarlingen an den Kragen. Und zwar innerhalb von 48 Stunden.

Damit auch sicher alle Nissen und Larven tot sind, solltest Du die Behandlung nach ein bis zwei Wochen wiederholen. Alternativ zu Spot-On kannst Du auch ein Shampoo oder ein Spray verwenden. Sprich Dich mit Deinem Tierarzt ab.

Du solltest aber nicht nur die Katze behandeln, sondern auch ihre Schlafkörbchen, Decken und Spielzeug. Gib die Sachen zuerst in die Waschmaschine. Danach kannst Du noch spezielle Sprays verwenden, mit denen Du die Katzenhaarlinge effektiv abtöten kannst. Dein Tierarzt berät Dich hier sicher gerne. Das war’s dann mit den fiesen Parasiten!

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Wie kannst Du Katzenhaarlingen vorbeugen?

Behandlung gut und schön – am besten ist es aber, wenn erst gar keine Katzenhaarlinge auftreten.

Vorbeugen ist einfach: regelmäßige Fellpflege und kein Kontakt zu Streunern. Mehr brauchst Du nicht zu tun und Deine Samtpfote wird gesund bleiben.

Ein Befall mit Katzenhaarlingen ist unangenehm, kann aber sehr gut behandelt werden. Ein leicht anzuwendendes Spot-On Präparat mach den lästigen Parasiten innerhalb von zwei Wochen den Garaus. So fühlen sich Deine Katze und Du immer rundum wohl!